Mitarbeiterfotos nach DSGVO: Teure arbeitsrechtlichen Konsequenzen drohen!

Zur Vertrauensbildung und -stärkung zwischen Patient und Praxis machen Fotos von Mitarbeitern auf der Praxis-Homepage und den verschiedenen Social-Media-Kanälen durchaus Sinn. Das ist im Grunde kein Problem, wissen doch fast alle, dass man sich dazu entsprechende Einwilligungserklärungen von den Mitarbeiter besorgen muss. Hat die DSGVO da etwas geändert?

Die DSGVO bietet, wie nicht anders zu erwarten, das Einfallstor für vielerlei Arten anwaltlicher Einflussnahme. Das haben jetzt auch die Arbeitsrechtler für sich entdeckt. Bei den gängigen Einwilligungserklärungen vonseiten der Mitarbeiter für Fotos beispielsweise auf der Praxishomepage wurde auf eine Vielzahl von DGSVO-bedingten Randbedingungen nicht hingewiesen. Das kann jetzt teurer werden.

So wurden u.a. die Mitarbeiter nicht dezidiert darauf hingewiesen, dass es Internetanbieter (wie zum Beispiel Google®-wayback) gibt, die vergangene Internetinformationen dauerhaft speichern. Dort enden Löschversuche i.d.R. erfolglos. Des Weiteren wurde in der Vergangenheit nicht darauf hingewiesen, dass Abbildungen auf die Religionszugehörigkeit (religiöse Kleidung), die ethnische Herkunft (Hautfarbe) und den Gesundheitszustand (Hörgerät /Brille) rückschließen lassen. (Aha, jetzt wissen wir auch das, Anm. der Redaktion).

Auch diese Aspekte bedürfen der dezidierten Einwilligung der Mitarbeiterin / des Mitarbeiters. Man vermag es kaum zu glauben, aber das sind die Fakten, die die DSGVO und das BDSG-neu dem arbeitsrechtlichen Fachanwalt bieten, Praxisinhaber in Bedrängnis zu bringen. Bitte behalten Sie im Gedächtnis, dass das Fehlen der an die DGSVO angepassten Einwilligungserklärungen Sie im Falle einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung 2-3 Monatsgehälter kosten können.

Wir denken an Ihren Geldbeutel, denn wir sind der günstige Datenschutzbeauftragte für Ärzte und Zahnärzte. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie die Vorlage für eine an die DSGVO angepasste Einwilligungserklärung für Mitarbeiter benötigen.

Dieser Beitrag wurde von Herrn Dr. Joachim Müller-Borges geschrieben. Herr Dr. Müller-Borges ist Datenschutzbeauftragter der db-med GmbH und zusätzlich zertifiziert für Managementsysteme zu Arbeits- und Gesundheitsschutz (ISO 45001), Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001, IATF 16949), Umweltmanagementsysteme (ISO 14001), Energiemanagementsysteme (ISO 50001).


Dieser Eintrag wurde am erstellt und ist abgelegt unter Aktuelles.

Wir verwenden Cookies, um unsere Online-Angebote optimal darstellen zu können. Nähere Informationen finden Sie in unserer "Cookie-Richtlinie". Durch die Nutzung dieser Website geben Sie uns Ihre Zustimmung, Cookies zu verwenden. Datenschutz Impressum Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen